Zielgruppe finden auf Instagram: Für wen machst du das hier eigentlich?

Langer Holztisch mit nur einem gedeckten Platz, Teller, rote Rose und Tischkarte „Für dich“ als Symbol für Zielgruppe finden auf Instagram

Es ist 23 Uhr und du sitzt immer noch in Canva, weil der Beitrag morgen früh rausgehen soll. Am nächsten Tag kommen dann auch ein paar liebe Herzchen von den immer gleichen Menschen, vielleicht sogar 2 nette Kommentare, trotzdem liegt dein Handy am Abend neben dir und dein Postfach bleibt leer. Viele Herzchen und ein leeres Postfach, genau so fühlt sich das an. 😩

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass du so viel gibst und bei den anderen läuft es einfach? Genau da fange ich an zu suchen, denn beim Thema Zielgruppe finden auf Instagram sitzt der Haken ganz oft an einer Stelle, an die beim Posten kaum jemand denkt. Es geht um die Frage, für wen du das hier eigentlich machst. Solange dein Profil allen ein bisschen was bietet, fühlt sich am Ende keine so richtig gemeint und deshalb schreibt dir auch keine. 🔍

Das hier ist Schritt 1 auf deinem Weg aus der Instagram-Wüste. Ganz ehrlich, es ist genau der Schritt, den die meisten überspringen, weil er so unspektakulär wirkt und man lieber gleich an der Bio oder an Reels feilt. Dabei bauen deine Bio, dein Content und später auch deine Automation auf diesem Fundament auf, so wie ein Haus, das ohne Fundament beim ersten Sturm ganz schön wackelt.

In diesem Beitrag schauen wir gemeinsam hin, warum ein Profil für alle kaum jemanden anspricht, was deine Wunschkundin von deiner Zielgruppe unterscheidet und wie du ihr in 4 Schritten so nah kommst, dass sie beim Lesen innerlich nickt und denkt: „Die versteht mich.“ Hol dir einen Kaffee (oder Schokolade, ich urteile nicht, ich bin ja selbst eine totale Naschkatze 😄) und lass uns loslegen.

Warum spricht ein Profil für alle am Ende kaum jemanden an?

Ein Profil, das allen helfen will, bleibt so allgemein, dass sich keine einzelne Besucherin darin wiederfindet. Genau dieses Wiedererkennen entscheidet aber in den ersten Sekunden darüber, ob sie bleibt oder weiterscrollt.

Mal ehrlich, du läufst hungrig durch eine fremde Stadt. Das erste Restaurant hat eine 12-seitige Karte mit Pizza, Sushi, Schnitzel, Curry und Salat, also irgendwie mit allem. Nur 2 Häuser weiter ist ein kleiner Laden mit 6 Gerichten auf der Tafel und es riecht schon draußen so gut, dass dir das Wasser im Mund zusammenläuft. Wo gehst du rein? Auf jeden Fall in den kleinen Laden, weil du spürst, dass die ganz genau wissen, was sie tun. (Bei warmem, würzigem und käsigem Essen drehe ich übrigens komplett durch, du ahnst also, wie schnell ich da drin sitze. 😄)

Noch schöner wird es, wenn du in diesem kleinen Laden an einen Tisch kommst, auf dem schon eine Tischkarte mit „Für dich“ steht. Genau dieses Gefühl soll deine Besucherin auf deinem Profil haben, also dass da ein Platz extra für sie gedeckt ist. 🌹

Auf Instagram hast du dafür nur ein paar Sekunden und in diesen Sekunden gewinnt fast immer das klare Profil. Das fühlt sich im ersten Moment gemein an, weil du fachlich ja wirklich vielen helfen könntest. Das Ding ist nur, dass sich bei einem breiten Profil jede ein bisschen angesprochen fühlt und am Ende keine so richtig. 🤷‍♀️

➡️ Deine Positionierung ist die Entscheidung, für wen du den Tisch deckst.

Keine Sorge, damit schließt du niemanden für immer aus. Du machst es den Richtigen nur viel leichter, dich zu finden und bei dir zu bleiben.

Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Wunschkundin?

Deine Zielgruppe ist die ganze Gruppe an Menschen, denen du mit deinem Angebot helfen kannst. Deine Wunschkundin ist die eine Frau darin, mit der du am allerliebsten arbeitest und die du beim Schreiben vor Augen hast.

Klingt nach Wortklauberei, macht aber einen riesigen Unterschied. Beim Schreiben hilft dir die große Gruppe nämlich kaum weiter, die eine Frau dafür umso mehr. Das ist wie bei einer Sprachnachricht: Wenn du „Hallo zusammen“ in eine Gruppe sprichst, klingst du ganz anders, als wenn du deiner besten Freundin erzählst, was dich gerade beschäftigt. Bei der Freundin wirst du automatisch persönlich, konkret und warm.

Ich habe das übrigens gar nicht auf Instagram gelernt. Mit 27 habe ich mich selbstständig gemacht, in der Promotion, direkt am Menschen in Lebensmittel- und Elektromärkten. Da merkst du ganz schnell, dass Vertrauen im Gespräch mit genau der einen Person entsteht, die gerade vor dir steht. Auf Instagram ist es genauso, nur dass diese Person gerade auf dem Sofa sitzt und scrollt. 😁

Je klarer du deine Wunschkundin siehst, desto mehr Frauen fühlen sich gemeint. Klingt paradox? Die anderen, die ihr ähnlich sind, erkennen sich in ihr wieder.

Du sprichst zu einer Frau und erreichst damit alle, die so fühlen wie sie. 🤩

Warum bringen dich Steckbrief-Daten beim Zielgruppe definieren kaum weiter?

Steckbrief-Daten verraten dir, wer deine Wunschkundin auf dem Papier ist. Für deinen Content brauchst du aber das, was in ihrem Kopf los ist, weil sie genau darüber entscheidet, ob sie sich von dir verstanden fühlt.

Beim Zielgruppe definieren landen die meisten ganz schnell beim klassischen Steckbrief: selbstständig, verheiratet, 2 Kinder, wohnt in der Stadt, mag Yoga. Das stimmt ja alles, es sagt dir nur erstaunlich wenig. So ein Steckbrief verrät dir zum Beispiel nicht:

  • Was sie abends fühlt, wenn der Laptop endlich zu ist.
  • Wovor sie ein bisschen Bammel hat, wenn sie an Sichtbarkeit denkt.
  • Was sie schon alles gekauft und ausprobiert hat, das ihr nichts gebracht hat.
  • Welchen Wunsch sie sich kaum laut auszusprechen traut.

Deine Wunschkundin identifiziert sich viel stärker über das, was sie erlebt und durchgestanden hat. Meistens ist sie über ihre eigene Lebenserfahrung zu ihrem Thema gekommen und genau da holst du sie ab.

Klassische Grundlagen zur Zielgruppenanalyse findest du zum Beispiel bei der Gründerplattform von KfW und BMWK. Dort geht es auch um demografische Merkmale und die haben für deinen Businessplan absolut ihren Platz. Für Instagram lohnt es sich, einen Schritt weiterzugehen, raus aus dem Ausweis und rein in ihren Alltag. 😊

Wie findest du deine Zielgruppe auf Instagram in 4 Schritten?

Du findest deine Zielgruppe auf Instagram, indem du bei einer einzigen echten Frau anfängst und ihre Gedanken, ihre Fehlkäufe und ihre Sehnsucht in ihren eigenen Worten aufschreibst.

Diese 4 Schritte helfen dir dabei:

  1. Denk an eine echte Frau. Am besten an eine, mit der du schon wahnsinnig gern gearbeitet hast oder arbeiten würdest. Gib ihr im Kopf ruhig einen Namen, das macht sie sofort greifbarer.
  2. Hör ihr abends zu. Welchen Satz denkt sie, wenn niemand zuhört? Vielleicht „Ich gebe so viel und trotzdem bucht keiner.“ Genau solche Sätze sind Gold für deine Hooks.
  3. Schau in ihren Schrank voller Fehlkäufe. Was hat sie schon ausprobiert, das ihr nicht geholfen hat? Daran erkennst du, warum sie skeptisch ist und welche Versprechen sie nicht mehr hören kann.
  4. Frag nach ihrer heimlichen Sehnsucht. Was wünscht sie sich so sehr, dass sie es kaum laut ausspricht? Da sitzt ihr eigentlicher Antrieb.

Ein kleiner Tipp aus meiner Praxis: Schreib die Antworten wirklich in ihren Worten auf. Wenn da plötzlich Fachbegriffe stehen, hat sich deine Expertinnen-Brille wieder eingeschlichen. 🙈

Mit diesen 4 Schritten hast du schon richtig viel Klarheit gewonnen. Spannend wird es danach, wenn du prüfst, ob dein Profil diese Frau auch wirklich in Sekunden abholt. Da wird es knifflig, weil du dein eigenes Profil nach dem 100. Draufschauen kaum noch mit fremden Augen siehst.

Warum bekommst du keine Kunden trotz Instagram, obwohl du so viel gibst?

Oft ist die Aufmerksamkeit längst da. Deine Beiträge sind nur aus deiner Expertinnen-Brille geschrieben und deine Wunschkundin beschreibt ihr Problem mit ganz anderen Worten, deshalb fühlt sie sich nicht angesprochen.

Du weißt so viel über dein Thema, dass du ganz automatisch in Fachsprache formulierst. Ein Beispiel: Du schreibst über emotionale Selbstregulation im Familienalltag, deine Wunschkundin googelt aber, warum sie abends ständig die Geduld mit ihren Kindern verliert. Gleiches Thema, 2 völlig verschiedene Sprachen. 🤯

Genau deshalb entsteht kein Kopfnicker-Moment, also diese eine Stelle, an der sie innerlich denkt: „Boah ja, genau so fühlt sich das bei mir an.“ Ohne diesen Moment scrollt sie freundlich weiter, obwohl du genau die Richtige für sie wärst. Zurück bleibst du mit dem Gefühl, viel gegeben und wenig bekommen zu haben. Irgendwann fragst du dich dann, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt.

➡️ Der Beitrag war gut. Er hat nur eine Sprache gesprochen, die deine Wunschkundin nicht spricht.

Wenn du ihre Worte triffst, bleibt sie hängen, liest weiter und denkt: „Die versteht mich.“ Genau dieses Gefühl ist der Anfang von jeder Anfrage.

Wie hängen Positionierung und Zielgruppe zusammen?

Deine Positionierung als Coach beantwortet 2 Fragen gleichzeitig: Für wen bist du da und womit hilfst du ihr genau? Die eine lässt sich ohne die andere kaum scharf beantworten, deshalb wachsen Zielgruppe und Positionierung immer zusammen.

Das ist ein bisschen wie mit dem Autoradio auf einer langen Fahrt. Zwischen 2 Sendern rauscht es nur und erst wenn du genau den richtigen triffst, kommt die Musik klar durch. (Ohne Musik geht bei mir übrigens gar nichts, die läuft sogar beim Schreiben dieses Beitrags. 🎶) Mit deiner Positionierung ist es genauso:

❌ So klingt ein Satz, bei dem noch alles rauscht: „Ich helfe Frauen, glücklicher zu werden.“

✅ So klingt er, wenn der Sender stimmt: „Ich begleite Frauen, die nach einer Trennung wieder Vertrauen in sich selbst finden möchten.“

Merkst du den Unterschied? Beim 2. Satz weiß eine Frau nach einer Trennung sofort: Das bin ich. 😊 Wenn Zielgruppe und Positionierung so zusammenpassen, verändert sich was ganz Konkretes:

  • Die richtigen Frauen schreiben dir Sachen wie „Das ist ja voll ich“ oder „Woher weißt du das so genau?“.
  • Die, die gar nicht zu dir passen, scrollen weiter. Das ist völlig in Ordnung, es sind einfach nicht deine Menschen.
  • Aus wahllosem Posten wird Content mit einer klaren Richtung.
  • Aus höflichen Likes werden Anfragen von Frauen, die sich schon verstanden fühlen, bevor ihr das erste Mal miteinander sprecht.

Wie oft solltest du deine Zielgruppe überprüfen?

Schau dir deine Zielgruppe immer dann neu an, wenn sich dein Angebot verändert oder du dich weiterentwickelst. Zwischendurch reicht ein ehrlicher Blick alle paar Monate völlig aus.

Ich vergleiche das gern mit meinem Garten. Bei der Gartenarbeit kann ich richtig gut den Kopf ausschalten und dabei habe ich gelernt, dass Pflege vor allem Regelmäßigkeit und Liebe braucht. Einmal pflanzen und dann nie wieder hinschauen funktioniert da genauso wenig wie bei deiner Zielgruppe. 🌱

Deine Wunschkundin darf mit dir mitwachsen. Vielleicht merkst du nach 2 Jahren, dass dir die Arbeit mit ganz anderen Frauen am meisten Freude macht. Das ist ein richtig gutes Zeichen, weil du klarer geworden bist.

Gute Anlässe für so einen Blick sind ein neues Angebot, ein Angebot, das du rausnimmst, oder das Gefühl, dass dein Content gerade irgendwie nicht mehr so richtig trifft. Ein guter Anhaltspunkt ist auch deine Kommentarspalte. Wer schreibt dir gerade und ist das die Frau, mit der du wirklich arbeiten möchtest? Wenn immer wieder die Falschen anklopfen, ist das einfach ein freundlicher Hinweis für einen kleinen Feinschliff. Bevor du jetzt alles umkrempelst: Ein ehrlicher Blick reicht oft schon, damit du merkst, an welcher Stelle es gerade hakt.

Wie geht dein Weg aus der Insta-Wüste jetzt weiter?

Deine Zielgruppe zu verstehen ist das eine. Sie dann auch an deinem eigenen Profil wiederzufinden, ist das Knifflige, weil du viel zu nah dran bist. Ehrlich gesagt geht mir das bei meinem eigenen Content genauso, da bin ich meine eigene schlimmste Kritikerin und poliere einen Beitrag gern auf 110 %, obwohl 90 % längst gereicht hätten. 🙈

Genau dafür gibt es meinen kostenfreien Profil-Check. Ich finde heraus, wo es bei dir hakt. Dabei zeige ich dir, ob dein Profil in Sekunden klar macht, für wen du da bist, wo deine Wunschkundin gerade abspringt und welcher eine nächste Schritt das ändert. Bloßgestellt wird dabei niemand, es ist ein ehrlicher, wertschätzender Blick auf Augenhöhe.

„Martina erkennt mit ihrem geschulten Blick sehr klar, wo Potenzial liegt und was konkret optimiert werden kann.“Sibylle, nach dem Profil-Check

Wenn du danach tiefer einsteigen möchtest, arbeiten wir in meiner Expertenstunde 60 Minuten gemeinsam an deinem Thema. Auf dem Weg durch die Wüste geht es dann mit Schritt 2 und deiner Instagram-Bio weiter, denn da wird deine Positionierung zum ersten Mal für deine Besucherin sichtbar.

Ich wünsche dir so sehr, dass dein Handy irgendwann vibriert, während du gerade das Abendessen kochst, einfach weil dein Profil die richtige Frau abgeholt hat. ❤️

Mach dein Profil zum Magneten und hol dir deinen kostenfreien Profil-Check. So siehst du deinen einen Engpass.

Bleib magnetisch. 🧲


Über die Autorin

Ich bin Martina Rathke, Instagram-Mentorin aus Neuwied bei Koblenz und eigentlich eine echte Kieler Sprotte. 😄 Ich habe Marketing studiert, bin zertifizierte Social Media Managerin (IHK) und habe über 100 Coaches begleitet. Seit über 5 Jahren finde ich gemeinsam mit Coaches und Beraterinnen heraus, wo es zwischen Like und Anfrage hakt. Auf Google stehen dafür 5,0 Sterne aus 33 Bewertungen.

Warum mir das so am Herzen liegt? 4 Jahre lang hatte ich in den USA kein eigenes Einkommen und war finanziell von meinem Mann abhängig. Seitdem weiß ich, wie wichtig eigenes Geld ist, weil es bedeutet, selbst zu entscheiden. Die ganze Geschichte erzähle ich dir auf meiner Über-mich-Seite.